Bauchmuskeln: Aufbau, Funktionen und Training

by Fitnessredakteur

Die Bauchmuskeln umschließen den Bauchraum und das Becken. Sie bestehen aus mehreren Teilen und reichen vom Brustkorb bis zum Schambein. Ihr Aufgabe besteht vor allem darin, den Rumpf zu drehen und zu beugen.

Bei Bedarf können sie sich sowohl ausdehnen als auch zusammenziehen. So können sie während einer Schwangerschaft zum Beispiel eine Ausdehnung des Bauchraums, und somit das Schaffen von Platz für das Ungeborene, ermöglichen. Indem sie sich zusammenziehen unterstützen sie unter anderem die Atmung

Aufbau

Die Bauchmuskulatur wird aus drei Teilen, die sich jeweils aus zwei bis drei Einzelteilen zusammensetzen, gebildet. Sie wird in vordere, seitliche und hintere Bauchwandmuskeln eingeteilt.

Der Hauptbestandteil der vorderen Bauchwandmuskeln ist die gerade Bauchmuskulatur (Musculus rectus abdominis). Diese verfügt über zwei Stränge und verläuft vom Schambein bis zum Brustbein.

Zudem gibt es noch den Pyramidenmuskel (Musculus pyramidalis) der in seiner Bedeutung jedoch zu vernachlässigen ist und bei einigen Menschen sogar komplett fehlt.

Die seitlichen Bauchwandmuskeln setzen sich aus drei Teilen zusammen. Neben den quer verlaufenden Bauchmuskeln (Musculus transversus abdominis) gibt es noch die äußeren und die inneren schrägen Bauchmuskeln.

Vervollständigt wird die Bauchmuskulatur durch die hinteren Bauchwandmuskeln, welche sich aus quadratischem Lendenmuskel (Musculus quadratus lumborum) sowie großem Lendenmuskel (Musculus iliopsoas) zusammensetzen.

Training

Die Bauchmuskeln genießen im Fitnessbereich häufig eine besonders hohe Aufmerksamkeit. Das liegt in erster Linie daran, dass sie, beziehungsweise eigentlich nur die geraden Bauchmuskeln, für die Bildung des begehrten Waschbrettbauchs verantwortlich sind.

Aus diesem Grund gehört Bauchmuskeltraining bei vielen Menschen fest zu ihrem Trainingsplan dazu. Die Kräftigung der Bauchmuskulatur kann sowohl indirekt mithilfe sogenannter Grundübungen erfolgen, als auch durch Isolationsübungen speziell für den Bauch erreicht werden.

Bei Bauchmuskelübungen besteht sowohl die Möglichkeit des dynamischen Trainings durch Bewegungen als auch des statischen Trainings nur durch Anspannung.

Zu den dynamischen Bauchmuskelübungen zählen zum Beispiel Crunches. Bei diesen geht es im Wesentlichen darum, den Bauch zu krümmen und die Bauchmuskulatur dabei gezielt anzuspannen und zu belasten.

Crunches können in verschiedenen Varianten ausgeführt werden. Unter anderem ist ein Training auf dem Boden oder auch die Zuhilfenahme eines Gymnastikballs möglich.

Eine bekannte statische Bauchübung sind die sogenannten Planks. Bei diesen geht es darum den Körper in Liegestützposition zu halten.

Durch die bewusste Anspannung für einen bestimmten Zeitraum werden die Bauchmuskeln gekräftigt.

Tipps

Prinzipiell sollten Sie beim Bauchmuskeltraining darauf achten, dass die Übungen mit einer hohen Intensität durchgeführt werden. Das ist notwendig, um den Muskeln einen ausreichenden Impuls für das Wachstum zu liefern.

Zudem müssen Sie bedenken, dass Bauchmuskeltraining keinen Einfluss auf den Fettabbau hat, auch wenn dies häufig angenommen wird und Bauchmuskelübungen deshalb von vielen Freizeitsportlern irrtümlich als Mittel zur Reduzierung des Körperfettanteils verwendet werden.